Lebensberatung & Paartherapie
Jennifer Angersbach


Workshops und Kurse

Fortbildungen

Der Mental Health Markt boomt. Überall gibt es Selbstfindungskurse die damit locken nach der Bearbeitung von Worksheets und dem Konsumieren von aufgezeichneten Videos, endlich bei sich zu sein, sich endlich selbst zu lieben. Ein Thema, dass mich auch mehr und mehr beunruhigt, gar verärgert. Der Markt, der mit Angst, Sehnsucht und Verunsicherung sein Geld macht. Einerseits toll, dass Mental Health in aller Munde ist und Therapie somit legitimiert wird, andererseits jedoch auf Kosten der Personen die in Not sind, die Zweifeln. Coach, Berater, Paartherapeut: Alles keine geschützten Begriffe. Jeder der ein Buch gelesen, ne Marketingstrategie und ne Webseite hat, bietet es plötzlich an. Das zweite Problem sind die Gurus dieser Welt, die Heilungsprogramme (Selbstliebe und Selbstfindung) für 300-400€ anbieten und lediglich vorgefertigte Materialien zur Verfügung stellen, Videos, Worksheets mit Schlagworten die ans Herz gehen, die berühren, aber die eben nicht reichen! Der wesentliche „Heilungsfaktor“ ist die Beziehung. Das viel gravierendere Problem: Menschen konsumieren und schaffen es dennoch nicht - trotz all der Videos und des pastelligen Glitzers. Das Resultat: „Ich krieg nicht mal das hin! Ich bin einfach zu verkopft. Ich bin nicht gut genug. Ich bin wertlos!“ So ein unpersönlicher Kurs - ohne Beziehung - kann wahre und wichtige Inhalte vermitteln, nicht mehr und nicht weniger.

Personzentrierte Kommunikation eignet sich hervorragend in sozialen Kontexten. Die Gesprächsführung nach Carl Rogers ist nicht wertend und daher im Zwangskontext (Jugendhilfe / Schwangerschaftskonfliktberatung) aber auch im Kontext der Trauerbegleitung ein sehr wertvoller Ansatz, der aufgrund seiner nicht-direktiven Art gerne und gut von den Klienten angenommen wird.

In der Regel fehlt jedoch häufig das Geld in diesen Kontexten die Weiterbildung der Sozialarbeiter / Pädagogen entsprechend zu finanzieren, weil eine solche Weiterbildung nicht notwendig für die Ausübung der Tätigkeit ist, allerdings natürlich sehr sinnvoll. 

Eine entsprechende Fortbildung oder auch die Kombination aus einer Fortbildung und regelmäßiger Supervision kann zwar die Weiterbildung nicht ersetzen und dennoch die Mitarbeiter entlasten und für Ihnen eine Haltung vermitteln, die es sowohl Ihnen als auch den Klienten deutlich erleichtern mit den zum Teil schwierigen Themen und dem Zwangskontext umzugehen.

 
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