Lebensberatung & Paartherapie
Jennifer Angersbach

Der Personzentrierte Ansatz nach Carl Rogers

Steve Rogers ist Captain America, ein guter Kerl. Aber er ist ein Avenger. 

Carl Rogers lautet also die korrekte Antwort. Auch ein guter Kerl. Auch ein Superheld, aber kein Avenger. 
Seine Superkräfte waren sein unerschütterlicher Glaube an das Gute im Menschen, an die positive Entwicklung der Persönlichkeit und der Glaube daran, dass jeder Mensch der Experte für sein Leben ist und auch sein darf! 

Und seine Superkraft war das Zuhören, Rogers, also Carl, hat es so beschrieben: 


„Wenn Dir jemand wirklich zuhört. Wenn Dir jemand wirklich zuhört, ohne dich zu verurteilen, ohne dass er den Versuch macht, die Verantwortung für Dich zu übernehmen oder Dich nach seinen Mustern zu formen – dann fühlt sich das verdammt gut an. Jedes Mal, wenn mir zugehört wird und ich verstanden werde, kann ich meine Welt mit neuen Augen sehen und weiterkommen. Es ist erstaunlich, wie scheinbar unlösbare Dinge doch zu bewältigen sind, wenn jemand zuhört." 

 

 

Also nein, dass ist auch nicht ‚das mit dem Paraphrasieren‘... es geht darum zuzuhören, zu verstehen, zu akzeptieren und dem Menschen mit Zuversicht zu begegnen. Der Personzentrierte Ansatz ist keine Auswahl an Methoden, es gibt keine Leitfäden oder Fragetechniken, es gibt lediglich eine Grundhaltung.

„Kein Ansatz, der sich auf Wissen, auf Training, auf die Annahme irgendeiner Lehre verlässt, kann auf Dauer von Nutzen sein. Haltung ist entscheidend nicht Worte.“ - Carl Rogers

  • Bedingungslose positive Zuwendung (wird häufig auch als Wertschätzung bezeichnet, Rogers selbst, wollte jedoch den Begriff der Wertung komplett aus dem Ansatz streichen. Denn es geht weder um auf- noch um ab- oder eben Be-wertung.)
  • Kongruenz bedeutet, dass sich die Beraterin ihrer eigenen Empfindungen bewusst ist und sie diese, sowie ihr eigenes Erleben angemessen mit einbringt.

 

  • Empathisches oder auch vertieftes Verstehen, also den Bezugsrahmen des Gegenüber möglichst exakt wahrnimmt mit all den Gefühlen und Bedeutungen, gerade so, als ob man die Person ist.


„Ich bin fähig gewesen, mich für neue Ideen, neue Gefühle, neue Erfahrungen und neue Risiken zu öffnen. Ich entdeckte immer mehr, dass lebendig sein bedeutet, Wagnisse einzugehen, trotz fehlender Gewissheit zu handeln und sich auf das Leben einzulassen. All dies bringt Veränderungen mit sich, und für mich ist der Prozess der Veränderung mit dem Leben identisch. Mir ist klar, dass ich, wenn ich stabil und starr und statisch wäre, eine lebende Leiche wäre. Deshalb akzeptiere ich Verwirrung und Ungewissheit und Furcht und emotionale Höhen und Tiefen, weil sie der Preis sind, den ich für ein strömendes, rätselhaftes, erregendes Leben gern bezahle.“ - Carl Rogers

 
E-Mail
Anruf
Infos
Instagram