Lebensberatung, Paarberatung & Supervision
Jennifer Angersbach

Kommunikation - Eine Kurzanleitung

Wann hattest Du zuletzt ein richtig gutes Gespräch?
Warum war dieses Gespräch besonders?
Weil Dir zugehört wurde? Weil Du inspiriert wurdest? Weil Du Dich ernst genommen fühltest?  Weil Du etwas gelernt hast?

Oft hören wir nicht zu, sondern warten ab, bis wir wieder dran sind. Viel zu häufig glauben wir zu wissen, wie es dem Anderen geht, weil wir selbst schon Ähnliches erlebt haben.
Zu selten sind wir ernsthaft interessiert.

Hier ein paar Ideen und Hinweise wie wir unsere Gespräche mit Freunden, dem Partner, den Kindern, Kollegen, Mitarbeitern, Eltern oder Klienten verbessern können.

1. Nimm Dich zurück!
Oft nutzen wir ein Gespräch als Plattform, um uns selbst zu präsentieren. Aber ein Gespräch ist weder ein Monolog noch ein StandUp. Es ist frustrierend für Deinen Gegenüber, wenn Du an seine Geschichte anknüpfst oder gar unterbrichst, wenn er über Probleme mit seinem Chef redet. Wir alle hatten schon Konflikte auf der Arbeit, aber Dein Konflikt ist nicht mit dem des Anderen gleichzusetzen und Dein Umgang oder Deine Geschichte ist als Antwort oder als Ratschlag einfach Fehl am Platz. 


2. Kein Multitasking
Kommunikation ist so wichtig! Und Du liest diesen Text entweder weil wir uns kennen oder weil Du das Thema spannend findest... Und dennoch ist es heutzutage üblich den #Haushalt beim Telefonat zu erledigen oder sein Handy in die Hand zu nehmen, wenn man mit jemandem redet. Wir sind alle nicht multitaskingfähig! Weder im Gespräch, noch sonstwo. Irgendein „Task“ wird leiden. Konzentriere Dich auf eine Sache - das Gespräch.

3. Gute Fragen
Dein Gegenüber ist der Experte also versuche nicht die „richtige“ Frage zu stellen sondern die wirklich fragende: Wie war das für Dich?“ statt „Das war bestimmt stressig, oder?!“
Und stelle keine allzu komplexen Fragen.  Wie gesagt, es geht nicht um Deine Fähigkeit zu reden, sondern ums #Zuhören. Ach ja... und stelle passende Fragen, zum Thema. Jemand redet von seinen Kindern, dann frag nicht nach der Party letztes Wochenende! Klingt banal, aber manchmal versuchen wir besonders geschickt das Thema zu wechseln, wir reden nicht über uns, suggerieren Interesse, hören dennoch nicht zu.

4. Wenn Du etwas erzählst,

...dann erzähl die Geschichte mit all seinen Nebenschauplätzen, aber lass langweilige Details (Jahreszahlen, irrelevante Fakten, unnötige Kurzbiographien,...) weg, das macht es einfacher dran zu bleiben und idt insgesamt viel spannender.

5. Meide Wiederholungen

Das ist nicht nur langweilig sondern kann auch als herablassend empfunden werden. Sowohl in Meetings (wenn Deine Idee keinen Zuspruch findet, nutzt es wenig sie einfach zu wiederholen)Als auch bei Kindern: Der Grund warum sie ihr Zimmer nicht aufräumen, wenn Du es sagst, ist selten, dass sie Dich nicht gehört haben.Aber auch wenn die Reaktion auf eine Pointe nicht ist wie erwartet oder wenn Du eine Geschichte weiter erzählst, kläre kurz ab ob sich Dein Gegenüber noch erinnert, aber wiederhole nicht die ganze Story, sondern mach da weiter wo Du aufgehört hast.

6. Hör zu.

Bleib dran! Konzentrier dich! Selbst wenn Du alles beherzigst: Es ist auch schwierig, nicht mit den eigenen Gedanken abzuschweifen. Multitasking funktioniert erst recht nicht im Kopf. Und wenn Du nur bei Dir bist - auch wenn Du es nicht aussprichst - hat keiner was gewonnen.