Lebensberatung, Paarberatung & Supervision
Jennifer Angersbach

Anleitung für mehr Geduld

...manchmal wünschte ich mir mehr Geschwindigkeit in meinem Leben. Warten fällt mir schwer. In sämtlichen Bereichen. In Beziehungen, im Job, bei meinem Sohn und vor allem bei mir selbst.

Ich lebe von Projekt zu Projekt. Manchmal überlappen sich Projekte, manchmal werden sie nicht fertiggestellt. Man hat ja so viel Zeit das noch fertig zu machen.

Aber eigentlich stimmt das ja nicht.

Man hat zu wenig Zeit.

All die Verpflichtungen, banale Dinge wie der Haushalt, aber auch existenzielle Aufgaben rauben Zeit. Und in den kurzen, unerwarteten oder auch langen, geplanten Pausen hat man plötzlich Zeit ungeduldig zu werden. Fragt sich warum man dieses oder jenes nicht geschafft hat und nimmt es sich vor, für morgen, für bald.

Und manchmal kann man nichts tun. Manchmal hilft nur warten, Zeit geben, Zeit lassen - aushalten.
Zeit ist ein paradoxes Gut.
Oft lebt man so sehr in seiner vermeintlich perfekten Zukunft: „Wenn... dann...!“ das man das Jetzt vollkommen vergisst und nur das Negative sieht, sieht worauf man keinen Einfluss hat, sieht was man wieder nicht geschafft hat.
Es entsteht Frust und dieser Frust führt entweder zur Lähmung oder aber zu überstürzten Handlungen - manchmal auch zu Ehrgeiz.
Während einige Probleme sich von ganz allein lösen oder relativiert werden, kommen neue Probleme, Herausforderungen, Projekte und Ziele hinzu.
Was tun?
Manchmal muss man aktiv werden und manchmal braucht man Geduld. Das „Aktiv werden“ kann ganz unterschiedlich aussehen. Geduld hingegen ist schwieriger:

  • Eine To-Do-Liste für Wartezeiten verfassen!
  • Aufschreiben warum man ungeduldig ist und die Nachricht nach 2-3 Wochen lesen!
  • Sich auf das Jetzt besinnen, aushalten und versuchen das Beste aus der Situation zu machen!
  • Meditieren statt Warten - klingt auch viel sinnvoller.